SterniPark

 

 

Aus einem anonymen Schreiben einer Mutter, die angibt, ihr Kind im Jahr 2003 „anonym“ bei SterniPark entbunden zu haben.

 

SterniPark hat sich im Laufe der Zeit Daten von mir erschlichen. Ziemlich schnell kannten sie meine Adresse. Auch meine Festnetznummer hatten sie von mir, die aber nach der Geburt unbesehen in einen Briefumschlag gesteckt wurde. Jeden schwachen Moment haben sie genutzt, um an Infos über mich zu kommen. Bei einem Besuch wurde so gaaanz nebenbei ein Foto gemacht. 

 

SterniPark ist bemüht die Mütter nicht zu verscheuchen und sie wollen sie auch nicht in die Enge treiben, denn davon hatten sie monatelang schon genug. Diese Infos sammeln sie alle in Ordnern und somit kann bei guter Recherche ein Kind später über SterniPark doch noch seine Mutter finden. Ich bin mir auch sicher, dass sie Autonummern notieren, wenn ihnen ein Baby auf einem Parkplatz überreicht wird. Handynummern haben sie ja sowieso schon.

Natürlich können sie damit nicht an die Öffentlichkeit gehen, weil die Frauen unbedingt anonym bleiben wollen.

 

Nach der Entbindung musste ich sofort anrufen, dass ich wohlbehalten zu Hause angekommen bin. Am nächsten Tag bekam ich mehrere SMS und am übernächsten einen Anruf. Sie wollten mich unbedingt sehen, aber ich hatte nach der Entbindung alle Beschwerden, die ich während der Schwangerschaft nicht hatte und konnte mich kaum bewegen.

 

Also kam eine SternPark-Mitarbeiterin zu mir. Wir haben geredet - nicht nur über das verheimlichte Kind. Irgendwie hat sie es dann geschafft einen Besuchstermin bei meinem Baby zu arrangieren. Eigentlich wollte ich mich nur noch einmal von ihm verabschieden.