Lesenswertes ...

 

 

 

Jean Liedloff

„Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“

Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit

 

Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Yequana-Indianer. Fasziniert vom offenkundigen Glück dieser „Wilden“ bleibt sie insgesamt zweieinhalb Jahre bei dem Stamm und versucht, die Ursachen dieses glücklichen und harmonischen Zusammenlebens herauszufinden. Sie entdeckt dessen Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern und zeigt, wie dort noch ein bei uns längst verschüttetes Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.

 

Jean Liedloff stammt aus New York, hat das Drew Seminary for Young Women abgeschlossen und ging dann zur Cornell University, begann aber ihre Reisen, bevor sie einen Abschluss gemacht hatte. Nach fünf Expeditionen zu den Yequana-Indianern von Venezuela schrieb sie ihre Beobachtungen in dem mit großem Beifall aufgenommenen Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (Originaltitel: The Continuum Concept) nieder. Sie schreibt für die Sunday Times und ist einer der Gründer der Zeitschrift Ecologist. Inzwischen hält sie Vorträge vor Studenten, Ärzten, Eltern, Psychotherapeuten und anderen, die Abhilfe für persönliche Entfremdung und soziale Mißstände finden wollen.

 

 

 

 

Gerald Hüther  

„Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“

 

Das ungenutzte Potenzial unseres Gehirns


Der renommierte Hirnforscher Gerald Hüther übersetzt die neuesten, faszinierenden Erkenntnisse der Neurobiologie in eine verständliche Sprache und zeigt dem Leser auf, wie er konkret für sein eigenes Leben daraus profitieren kann. In der modernen Hirnforschung wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Die sogenannte Plastizität des menschlichen Gehirns bedeutet, dass es lebenslang veränderbar, ausbaubar, anpassungsfähig ist. Sogar die Masse der Gehirnzellen ist, entgegengesetzt der früheren Auffassung der Wissenschaftler, nicht endgültig festgelegt, sondern kann im Verlauf des Lebens noch zunehmen. Nach den neuesten Erkenntnissen der Hirnforscher hat die Art und Weise der Nutzung des Gehirns einen entscheidenden Einfluss darauf, welche neuronalen Verschaltungen angelegt und stabilisiert oder auch destabilisiert werden. Die innere Struktur und Organisation des Gehirns passt sich also an seine konkrete Benutzung an.


Wenn das Gehirn eines Menschen aber so wird, wie es gebraucht wird und bisher gebraucht wurde, dann stellt sich die Frage, wie wir eigentlich mit unserem Gehirn umgehen müssten, damit es zur vollen Entfaltung der in ihm angelegten Möglichkeiten kommen kann.


In einer leicht lesbaren, bildreichen Sprache geht der Neurobiologe Gerald Hüther diesem Fragenkomplex nach und gelangt zu Erkenntnissen, die unser gegenwärtiges Weltbild erschüttern und die uns zwingen, etwas zu übernehmen, was wir bisher allzu gern an andere Instanzen abgegeben haben: Verantwortung.
Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische  Grundlagenforschung aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

Herrad Schenk  

„Wieviel Mutter brauch der Mensch? – Der Mythos von der guten Mutter“

 

Die Ansicht, daß eine Mutter in den ersten Lebensjahren ihres Kindes unersetzlich ist und allein ihre fürsorgende Betreuung dem Kind einen guten Start ins Leben garantiert, ist nach wie vor weit verbreitet. Damit stehen viele Frauen vor der schwierigen Entscheidung, wer oder was in ihrem Leben die Hauptrolle spielen soll: Kinder oder Karriere oder was sonst? Wenn sie nach langen Überlegungen ein Kind bekommen, wollen viele alles besonders gut machen und verlieren dabei die eigenen Bedürfnisse aus den Augen.Herrad Schenk, geboren 1948, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln und York (England). 1975 Promotion mit einem Thema aus dem Bereich der Gerontologie. Seit 1980 freie Schriftstellerin (Romane und Sachbücher), seit 1995 Fernseh- und Rundfunkmoderatorin. Sie lebt in der Nähe von Freiburg.

 

 

 

 

 

Joel Kramer & Diana Alstad

„Die Guru Papers – Masken der Macht“

 

Seit Gurus im Westen für viele Menschen attraktiv wurden, lesen wir über Skandale um Geld, Sex, Machtmissbrauch in religiösen Gruppen. Guru-geleitete Sekten und ähnliche Organisationen. Joel Kramer und Diana Alstad untersuchen, wie es kommt, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich Gurus und spirituellen Führungspersönlichkeiten zu unterwerfen oder sogar für sie in den Tod zu gehen.

 

Die Autoren analysieren das Innere solcher Gruppen und die Beziehung zwischen dem Guru und den Gläubigen. Sie zeigen die fatalen Mechanismen von Glauben, Hingabe und Machtausübung. Sie decken auf, wie auch unsere westlich-christliche Gesellschaft eine Sucht nach Autorität erzeugt, die von religiösen Gruppen benutzt und manipuliert werden kann. Diana Alstad und Joel Kramer gehen den persönlichkeitsverändernden Auswirkungen nach, die autoritäre Glaubensstrukturen für die Gurus wie für die Gläubigen haben.

 

Das Buch entlarvt zudem autoritäre Strukturen in persönlichen Beziehungen, Selbsthilfegruppen, auch in anerkannten Religionen und etablierten Moralvorstellungen und zeigt fundamentalistische Strömungen selbst in der modernen Gesellschaft auf.

 

Kapitel über Sucht und Liebe bieten neue Erklärungen, warum Menschen süchtig werden und warum Intimität in unserer Zeit häufig von Konflikten belastet ist. Die Autoren zeigen, warum so viele Menschen heute auf ihren freien Willen und ihre eigene Macht verzichten, wie andere beides übernehmen und benutzen. Und warum das ein weltweites, bedrohliches Problem für das Überleben der Menschheit und des Planeten geworden ist.

 

Aus dem Inhalt: Autorität, Hierarchie und Macht – Religionen, Kulte und das spirituelle Vakuum – Die Verlockungen der Hingabe – Die Tricks der Gurus – Messianisches Missionieren – Apokalyptische Paranoia – Das Verlockende an der Kult-Hierarchie – Gurus und sexuelle Manipulation – Narzissmus und Vergötterung – Täuschung und Korruption – Das Channeln nichtverkörperter Autoritäten – Die Heilung des gelähmten Selbstvertrauens – Der Krieg um die Moral – Das Wesen des Fundamentalismus – Warum es so gut tut, böse zu sein – Satanismus als Königsweg zur Macht – Die dunkle Seite des Monotheismus – Die autoritären Wurzeln der Sucht – Die Bedingungen bedingungsloser Liebe – Selbstaufopferung, Macht und Leidenschaft – Die Sucht zu lieben – Die Funktion der Erleuchtung

 

 

 

 

 

 

 

Margaret Atwood

„Der Report der Magd“

 

Das düstere Bild eines totalitären Staats aus der Sicht einer unterdrückten Frau, das Margaret Atwood im Report der Magd entwirft, ist ein typisches Beispiel für das Leitthema ihrer Romane und Gedichte: In einer männerdominierten und frauenverachtenden Welt kämpft das weibliche Individuum um seine Identität.


In einem fiktiven Staat in Nordamerika haben religiöse Fundamentalisten die totalitäre Republik Gilead errichtet. Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen nach biblischem Vorbild für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Können sie ihre Aufgabe als Gebärmaschine nicht erfüllen, werden sie in entfernte Kolonien zu gefährlichen Arbeiten wie Giftmüllentsorgung abgeschoben. Desfred, Hauptfigur und Erzählerin, wird dem Kommandanten Fred als Zweitfrau in dessen Haushalt zugewiesen, wo regelmäßig die entwürdigende Prozedur des Geschlechtsakts in Gegenwart der Ehefrau durchgeführt wird. Ihr Zimmer darf Desfred nur zu seltenen Einkäufen und zu öffentlichen Hinrichtungen verlassen. Sie hat sich dem totalitären Regime unterworfen, dem sie nur durch Zufall entfliehen kann.


Desfreds Tonbandaufzeichnungen schildern in einfachen Worten den Alltag in einer entmenschlichten Gesellschaft mit vollständiger Überwachung und grausamer Unterdrückung. Unterbrochen werden die Beschreibungen von Desfreds Erinnerungen an die alte Zeit: an Mann und Kind, aber auch an die Errichtung des Überwachungsstaats. Eindringlich entsteht das Bild der totalen Repression, das umso bedrückender auf die Leser wirkt, als es eine geringe Distanz zur Gegenwart aufweist: mit alltäglichen Requisiten wie Computer und Kreditkarte, die hier in den Dienst der Republik Gilead gestellt werden. Trotz offenkundiger Parallelen zu 1984 von George Orwell ist Der Report der Magd aber weniger als Utopie denn als Stellungnahme zu aktuellen politischen Strukturen und Diktaturen zu verstehen.

Das Thema Unterdrückung der Frau, die mit Entmenschlichung der gesamten Gesellschaft einhergeht, hat dem Roman von Margaret Atwood große Breitenwirkung verschafft. Der Stoff wurde 1989 von Volker Schlöndorff unter dem Titel Die Geschichte der Dienerin verfilmt.

 

 

 

 

 

 

Viktor E. Frankl

„… trotzdem Ja zum Leben sagen“

Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager

 

Der 1945 niedergelegte Bericht »Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager« und die 1946 geschriebene dramatische Skizze »Synchronisation in Birkenwald«, die in diesem Band zusammengefaßt sind, wollen nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Worauf es dem Neurologen Frankl vor allem ankommt, ist, zu beschreiben, durch welche Phasen der Entmenschlichung die KZ-Häftlinge gehen mussten und wie es doch einigen von ihnen möglich war, innerlich zu vollbringen, was das »Buchenwald-Lied« forderte: »... trotzdem Ja zum Leben sagen.«

Viktor E. Frankl, geboren am 26. März 1905, war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien, zugleich Professor für die von ihm begründete Logotherapie an der International University in Kalifornien. Frankl hatte außerdem Professuren an der Harvard University, an der Standford University und an Universitäten in Dallas und Pittsburgh inne. Vortragsreisen führten ihn nach Amerika, Australien, Asien und Afrika. 25 Jahre hindurch war Professor Frankl Vorstand der Wiener neurologischen Poliklinik, und seit ihrer Gründung war er Präsident der Österreichischen Ärztegesellschaft für Psychotherapie. Er starb am 2. September 1997 in Wien.

 

 

 

 

 

 

Goldner Colin, Heiner Keupp, Klaus Weber, Studentischer Sprecherrat der Universiät München (Herausgeber)

„Niemand kann seinem Schicksal entgehen…“

Kritik an Weltbild und Methode des Bert Hellinger

 

 

 

Bert Hellinger gilt mit seiner besonderen Form der "systemischen Familienaufstellung" als absoluter "Superstar" der Therapieszene - jedenfalls sofern die Anzahl seiner Veröffentlichungen sowie die Zahl der nach seiner Methode arbeitenden "TherapeutInnen" zugrunde gelegt wird. Für die PatientInnen birgt die Behandlung "nach Hellinger" jedoch unwägbare Risiken: der ehemalige Missionar hat (ebenso wie die meisten seiner praktizierenden Anhänger) keine solide therapeutische Ausbildung und verstößt gegen einfachste Regeln der Psychotherapie. Stattdessen propagiert er ein erzreaktionäres Familienbild, in dem die Frau dem Mann untergeordnet ist, Konflikte nicht ausgesprochen werden dürfen und die eigene Situation als Schicksal "angenommen" werden muss. Selbst sexueller Missbrauch und Vergewaltigung werden auf diese Weise als "Schicksalsereignis" dargestellt, für das der Täter letztlich nicht selbst verantwortlich sei.


Seine "Erkenntnisse", zu denen er nicht aufgrund wissenschaftlichen Studiums gelangt, sondern durch "höhere Eingebungen", wendet Hellinger nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen an. Auch die Geschichte interpretiert er nach diesem Strickmuster neu. Insbesondere dienen seine "Erkenntnisse" zur Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Der Band stellt die zentralen Kritikpunkte an Hellingers Menschen- und Geschichtsbild kompakt dar, unterzieht seine Vorstellung von systemischer Therapie einer kritischen Betrachtung und wirft einen Blick auf das Netzwerk seiner Anhänger.

Siehe hierzu auch "Forum Kritische Psychologie"

http://www.fkpsych.de/

 

 

 

 

 

Sarah Diehl  

„Deproduktion – Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext“

 

 

Laut WHO (World Health Organization - Weltgesundheitsorganisation) stirbt weltweit alle sieben Minuten eine Frau an einem unsicheren Schwangerschaftsabbruch. Das verdeutlicht, dass Frauen gesellschaftlichen
Konstellationen ausgesetzt sind, die sie dazu bringen, für die Beendigung einer ungewollten Schwangerschaft ihr Leben aufs Spiel zu setzen, wenn ihnen der Zugang zu einem medizinisch korrekt durchgeführten Abbruch verwehrt wird. Dennoch gibt es international nur wenige Bestrebungen,
diesem Phänomen konsequent entgegenzutreten, während zugleich illegale Abtreibungen weltweit zu einem lukrativen Geschäft geworden sind.

Die Anthologie (Sammlung ausgewählter Texte) verbindet historische Begebenheiten, kulturwissenschaftliche Perspektiven und persönliche Erfahrungsberichte von Frauen, Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen aus Ländern mit unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen und stellt die Selbstverständlichkeit in Frage, mit der Frauen moralisch, sozial und politisch immer noch ihre vollen reproduktiven Rechte und ihre körperliche Selbstbestimmung verwehrt werden. Anhand des Themas Schwangerschaftsabbruch werden eine Vielfalt gesellschaftlich relevanter Aspekte verhandelt, die Normvorstellungen über Weiblichkeit und die Reproduktionsarbeit von Frauen in Frage stellen.


 

 

 

 

Marvin Harris

„Wie wir wurden, was wir sind“

 

Der Anthropologe Marvin Harris legt hier die Quintessenz seines Lebenswerkes vor, sein Resümee, in dem er alles, was er über die Menschen und ihre Kulturen in Erfahrung bringen konnte, zu einem einheitlichen Ganzen zusammenfasst – locker erzählt, stets mit einem Schuss Ironiegarniert, vergnüglich zu lesen und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Er schreibt in seinem Vorwort: „Wollen Sie genauso gerne wissen wie ich, auf welche Weise, wann und wo menschliches Leben entstanden ist, wie die ersten menschlichen Gesellschaften und Sprachen aussahen, warum Kulturen verschiedene, aber oft bemerkenswert übereinstimmende Entwicklungsbahnen einschlugen, warum es zu gesellschaftlichen Unterschieden kam und warum an die Stelle kleiner Horden und Dorfgemeinschaften Häuptlingsherrschaften und an deren Stelle mächtige Staaten und Reiche traten? Fragen auch Sie sich genauso interessiert, welcher Teil des Menschseins dem Genmaterial und welcher dem kulturellen Erbe entstammt, ob Eifersucht, Krieg, Armut und Sexismus etwas Unvermeidliches ist und ob die Menschheit eine Überlebenschance hat? Wenn Sie all das interessiert, lesen sie weiter!

 

 

 

 

 

 

 

Christa Mulack

„ …und wieder fühle ich mich schuldig - Ursachen und Lösung eines weiblichen Problems “

 

Widmung:

Dies Buch ist allen Frauen gewidmet, die an Schuldgefühlen leiden und die es leid sind, aus diesem Grund von Psychotherapeut zu Psychotherapeutin zu rennen, um ihre Spuren bis in die Kindheit zurückzuverfolgen. Es will Frauen klarmachen, dass das horrende Ausmaß an Schuldgefühlen, dem wir bei Frauen allenthalben begegnen, weder das Produkt mütterlicher Fehlleistungen in der Erziehung noch das Resultat eigener Persönlichkeitsdefizite ist, sondern ein kulturell und sozial bedingtes Phänomen, an dem Frauen und Männer auf recht unterschiedliche Art und Weise teilhaben.

 

Daher wendet sich das Buch an jene Frauen, die bereit sind, ihrer Situation in einer patriarchalischen Kultur bis zu den religiös-mythologischen Anfängen auf den Grund zu gehen, um so jene Muster zu erkennen, die Frauen die Schuld und Männern die Macht zuschieben. Wie sich zeigt, beinhaltet diese männliche Macht auch das alleinige Recht, Schuld zu benennen und beim weiblichen Geschlecht zu suchen. Solange also Frauen Schuldzuweisungen akzeptieren und es allein Männern überlassen, Schuld zu definieren, so lange werden sie sich in kontraproduktiver Weise schuldig fühlen und im Zustand ihrer Fremdbestimmung verharren.

 

Daher widme ich das Buch jenen Frauen, die nicht nur bereit sind, ein patriarchalisches Schuldverständnis hinter sich zu lassen, da es immer zu Lasten der Frau und zugunsten des Mannes funktioniert, sondern die sich auch der Frage nach ureigenster Schuld ganz neu stellen wollen. Zu einer solchen Differenzierung als notwenigem Schritt auf dem Wege weiblicher Befreiung möchte dieses Buch ermuntern und befähigen. Denn nur dort, wo wir in der Lage sind, falsche Definitionen von Schuld zurückzuweisen und unsere eigentliche Schuld uns selbst und unseren Begabungen gegenüber zu erkennen, begegnen wir unserem wahren Selbst – und damit unserem Wert als Frau. Echtes Selbstwertgefühl kann nämlich erst dann entstehen, wenn wir die Schuldfrage für uns gelöst haben.