Entmenschlichung

 

 

BEI-SPIEL einer üblichen Entmenschlichung im ADOPTIONS-SPIEL:

 

Adoptionsforenbeiträge:

 

 

Hallo,

zunächst mal finde ich es super, dass es ein Forum gibt, in dem man sich über das Thema Adoption austauschen kann.

Auch mein Mann und ich setzen uns schon sehr lange mit dem Thema Adoption auseinander. Eigene Kinder können wir nur durch eine künstliche Befruchtung bekommen. Auch mit diesem Thema haben wir uns sehr lange auseinandergesetzt, jedoch ist dies nicht unser Weg. Wir möchten gerne einem Kind ein zu Hause geben und ihm alle Möglichkeiten zur Selbstentfaltung bieten. Ich respektiere Personen, die selbst adoptiert wurden, und damit nicht glücklich sind. Jedoch verlange ich den gleichen Respekt. Wir gehen in unserer Familie und mit unseren Freunden ganz offen mit dem Thema um. Und auch das Kind soll mit diesem Thema ganz offen aufwachsen. Klar, gibt es immer Adoptionsgegner. Aber ich denke Kinder, die solange von ihren Eltern mit Rotkohl vollgestopft werden, bis sie ersticken, wären sicher glücklicher gewesen in einer Familie, die sie lieben.

Danke fürs Zuhören. Schöne Grüße
(Adoptionsbewerberin)

 

 

Als Alternative gleichsam für alle Adoptierte das andauernde Rotkohl-Zwangsmahl bei den leiblichen Eltern anzunehmen, halte ich für maßlose Arroganz. Wo bleibt der Respekt gegenüber den abgebenden leiblichen Eltern?

(Adoptierte)

 

 

Hallo,
diese primitiven Angriffe von Personen, die doch anscheinend eine sehr einseitige Denkweise verfolgen werde ich zukünftig ignorieren. Doch dieses eine Mal werde ich mich dazu äußern. Mich als arrogant zu bezeichnen finde ich doch eher unpassend. Vielleicht mal das Wort "Arroganz" im Duden nachschlagen. Da ich hier schon öfter mitlese, würde das Wort Arroganz doch eher auf Dich zutreffen, da Du immer nur angreifst und Deinen Kummer hier zum Besten gibst. Ich habe lediglich ein einziges Beispiel, dass es ja nun wirklich gab, angeführt. Mir zu unterstellen, dass ich denken würde, dass alle Mütter mit leiblichen Kindern schlecht sind, ist für mich die Aussage eines sehr ungebildeten, dummen Menschen.


Ich habe Respekt vor Eltern, die sich dazu entschließen, ihr Kind zur Adoption frei zu geben, denn es ist ein großer und schwieriger Schritt. Keinen Respekt habe ich vor Müttern, denen zu Recht Ihr Kind entzogen wird. Ich "klaue" niemanden ein Kind.

Und mit Menschen, die anscheinend nicht mitkriegen, was in der Welt passiert und eine Allgemeinbildung einer Ente haben, unterhalte ich mich gar nicht erst. Ihr müsstet eure Wut rein rechtlich gesehen am Jugendamt auslassen, denn das müssen ja für euch wahre Verbrecher sein.

Gibt es hier eigentlich einen Systemadministrator

 

(Adoptionsbewerberin)

 

 

 

Ich zitiere gerne genau:


"Aber ich denke Kinder, die solange von ihren Eltern mit Rotkohl vollgestopft werden, bis sie ersticken, wären sicher glücklicher gewesen in einer Familie, die sie lieben."

Diese Annahme völlig undifferenziert in "einem Atemzug" mit dem eigenen Adoptionswunsch zu nennen, ist anmaßend oder arrogant!!!

Mehr Bescheidenheit würde dir gut zu Gesicht stehen. Mich würde ernsthaft interessieren, was JA-Mitarbeiter zu der oben gewählten Wortwahl zu Beginn eines ersten Vorstellungsgespräches sagen. Was Euch betrifft, steht ihr als Adoptiveltern ebenso auf dem Prüfstand wie die von euch in derart unverschämter Weise deformierten H-Eltern.

Meine A-Eltern haben sich immer (!!!) in außerordentlich dankbarer und wohlwollender Weise gegenüber meiner leiblichen Elternschaft geäußert.

Hätten (wohlgemerkt: sie haben es nicht!) meine H-Eltern sich in irgendeiner Weise mir gegenüber grob fahrlässig verhalten, wären sie trotzdem meine H-Eltern, von denen ich abstamme. Sie werden immer auch ein Teil von mir sein.


Der Bedeutung dieser letzten Aussage solltet ihr unbedingt noch einmal näher nachgehen.

 

(Adoptierte)

 

 

Ich zitiere:


"Auch mein Mann setzen uns schon sehr lange mit dem Thema Adoption auseinander. Eigene Kinder können wir nur durch eine künstliche Befruchtung bekommen."

Was war nun zuerst. Ich vermute einmal die Feststellung: „Wir sind unfruchtbar!“ Dann begann die Überlegung, wie können wir dieses Manko wettmachen. KB ist zu aufwendig, zu belastend, zu uneffektiv? Also Adoption!

Ich sehe ich hier wieder einmal exemplarisch folgende Strategie:

Ein Paar stellt fest, dass es aus eigenem Vermögen keine Nachkommen schaffen kann. Jetzt wird sich umgeschaut, wie man das ändern kann. Entweder führt KB zum Ziel oder nicht. Wenn nicht, dann eben Adoption. Jetzt ist natürlich auch einem unfruchtbaren Paar klar, dass Kinder noch nicht im Krankenhaus hergestellt werden oder auf Bäumen wachsen. Also muss es ja irgendwo Menschen geben, denen diese Kinder gehören. „Was tun?“ sprach Zeus. "Nichts leichter als das!" antwortet die Adoptionsindustrie.

Da Kinder ja solch ein hohes Gut für unfruchtbare Menschen sind und sie diese um fast jeden Preis haben wollen, müssen Menschen, zu welchen die adoptierbaren Kinder einst gehörten, entmenschlicht werden.

Die meisten Unfruchtbaren entmenschlichen Herkunftseltern in die negative Richtung. Jeder Bildzeitungsbericht kommt da zurecht. Aus ehemaligen Menschen werden so bösartige Monster, Dämonen, Unmenschen. Jetzt will aber nicht unbedingt jeder unfruchtbare Mensch ein Kind von solch grauseligen Ungeheuern. Also gibt es noch die andere Kategorie der Entmenschlichung. Die positive. Abgebende Eltern werden glorifiziert.

„Ich habe Respekt vor Eltern, die sich dazu entschließen, ihr Kind zur Adoption frei zu geben, denn es ist ein großer und schwieriger Schritt.“

Diese andere Kategorie vollbringt eine übermenschliche Leistung, sie trennt sich von ihrem Kind, dem begehrtesten Gut von Unfruchtbaren. Menschen die so etwas Gutes tun, müssen überirdisch selbstlos sein, natürlich nicht zum Wohle zukünftiger Adoptiveltern sondern, damit das Kind im ideal ausgestatteten Nest landet, wo es dann zur allgemeinen Freude wächst und gedeiht und später ein dankbarer glücklicher Mensch wird.

Das lästige Procedere, einen kleinen Menschen von seinen leiblichen Eltern zu trennen, bekommen Adoptiveltern nicht mit. Sie brauchen sich selbst die Hände nicht schmutzig zu machen. Diese Arbeit wird ihnen von Adoptionsvermittlern abgenommen, die sich nach erfolgter Adoption aus dem Geschehen wieder herausziehen. Adoptionsvermittler erhalten ihre Legitimation von Pädagogen, Juristen, Soziologen, Philosophen, also auch irgendwie übermenschlichen Wesen, die alles wissen, vor allen Dingen alles darüber wissen was richtig ist. Also muss auch das Adoptionssystem richtig sein.

Außerdem sind leibliche Eltern ja gar keine richtigen Menschen, wie wir eben festgestellt haben, sonst würden sie so etwas ja nicht tun. Richtige Menschen sind Adoptiveltern. Was stört da noch der kleine blinde Fleck der Unfruchtbarkeit.

Wir Adoptiveltern wollen einem armen kleinen Wesen doch nur helfen. Das tun wir ganz selbstlos, es ist eine Unverschämtheit, dass jemand auf die Idee kommt, wir könnten es zu unserer eigenen Bedürfnisbefriedigung tun. Wir retten ein Kind aus den Klauen von Unmenschen! Jawohl! Und dafür haben wir den Respekt der gesamten Menschheit verdient!

(Kritiker werden ins Tierreich verwiesen. Wobei Enten ja noch niedliche Tierchen sind.)

Interessant ist, dass zukünftige Adoptiveltern solche Klimmzüge wie die Entmenschlichung von Herkunftseltern machen müssen, um zur Tat schreiten zu können.

(Herkunftsmutter)

 

 

Nachwörter:

 

Für die Jugendämter und sonstigen Adoptionsvermittlungsstellen waren und sind viele Mütter eine leichte Beute denn diese Behörden und Vereine haben nicht nur das Wissen und die Macht sondern vor allen Dingen die "Moral" auf ihrer Seite.

 

Die selbstgestrickte Moral der selbstgerechten Leute.

 

Schaut man sich auf diversen Adoptionsforen um, ist es heute, trotz angeblicher Liberalisierung des Adoptionssystems immer noch nicht anders geworden, was das ver-Urteil-en der aufrechten Bürger gegenüber abgebenden Müttern anbelangt. Da wird jeder Fall von Kindesmisshandlung, der durch die Presse geht, bis zum letzten durchgehechelt und ausgeschlachtet, um Adoptionen zu rechtfertigen und im Brustton der Überzeugung sagen zu können: „Hätte man dieses Kind doch nur rechtzeitig den Eltern weggenommen (und uns gegeben!)! Wir hätten es gerettet!“

 

Nun gibt es ja das Adoptionssystem und trotzdem geschehen immer wieder Kindesmisshandlungen.

 

Dies ist aber für den aufrechten Bürger (zukünftig: Adoptivmutter oder –vater) kein Grund seine Argumente zu überdenken, denn ab diesem Punkt, setzt die Forderungen nach mehr staatlicher Aufsicht ein - natürlich über alle Menschen, die Kinder haben. Am besten wäre es, wenn die Jugendämter alle Familien oder Alleinerziehende einer ständigen Überwachung unterzögen, damit bei „Gefahr im Verzuge“ das Kind sofort in eine Adoptivfamilie vermittelt werden kann.

 

Es ist immer wieder erstaunlich, wie nahezu alle Adoptiveltern oder Adoptionsbewerber das hinbekommen, Kindesmisshandlung und Adoption in einem Atemzug zu nennen. Aber irgendwoher brauchen sie ja ihre Legitimation Kinder zu adoptierten, deren Eltern noch leben und sich um sie kümmern könnten, wenn...

 

Von den Müttern, die ich bisher kennen gelernt habe, hatte keine ihr Kind misshandelt, so dass das Jugendamt deshalb einschreiten musste, wie es in Adoptivelternkreisen so gerne gehört wird.


Die Fälle wo Adoptiveltern Kinder misshandeln werden sowieso totgeschwiegen, denn dann müssten sich ja auch die Jugendämter fragen lassen, ob sie denn mal alles so richtig gemacht haben. Aber Jugendämter sind ja in der Regel unfehlbar. Sie können Adoptivbewerbern bis ins Gehirn schauen und vor allen Dingen können sie in die Zukunft schauen. Und in der Zukunft steht geschrieben, dass die Mütter ihre Kinder misshandeln und die Adoptiveltern sie zu braven Bürgern dieses Staates großziehen werden.

 

Kindesmisshandlungsfälle sind nicht nur für viele (zukünftige) Adoptiveltern sehr wichtig sondern auch für die Adoptionsvermittlungsstellen, denn diese sind ja auch erfinderisch, wenn es darum geht, sich ihren Arbeitsplatz zu schaffen oder zu erhalten. Sie benutzen diese möglichst noch bildzeitungsmäßig aufgemachten Stories ebenfalls gerne, um ihr Handeln in Richtung Adoption zu rechtfertigen. Das läuft nach dem Motto: Noch hat die Mutter ja dem Kind nichts getan, aber!, wenn wir es bei ihr lassen, dann wird sie ihm mit großer Wahrscheinlichkeit etwas tun, also ab damit in Richtung Adoptiveltern, von denen man zwar auch nicht weiß, wie sie mit dem Kind umgehen werden, aber immerhin haben sie ja einen guten Beruf, ein Haus, ein gutes Einkommen, das richtige Alter... – also einfach ausgedrückt: es sind anständige Bürger!

 

Und manchmal kann man so nebenbei, auch noch guten Bekannten, die sich schon immer ganz rührend um das Schicksal armer Kinder und armer (Kindervermittlungs-) Vereine gekümmert haben, einen Gefallen tun.

 

Nicht, dass jetzt jemand denkt, die Spende hätte irgendwas mit der Adoption zu tun gehabt, sie galt nur unserem wohltätigen Verein „Kinderfreunde usw. e.V.“ und hilft ein klein wenig dabei, unser wohltätiges Werk auch in Zukunft fortsetzen zu können.

 

Oder wollen Sie etwa verantworten, dass das mit den

Kindesmisshandlungen immer so weiter geht?