Ein paar Worte an zukünftige Adoptiveltern

 

 

 

Im Jahr 1982 veröffentlichte Frau Dr. Christine Swientek das Buch

 

„Ich habe mein Kind fort gegeben. Die dunkle Seite der Adoption“

 

Im Vorwort steht:

 

Tausende von Elternpaaren wünschen sich ein Adoptivkind, warten darauf, dass eine Frau so sehr in Not gerät, dass sie ihr Kind fort geben muss. Vermittlungsstellen bemühen sich, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Das Wohl der leiblichen Mutter spielt dabei nur eine Rolle, bis sie das Kind abgeliefert, den Vertrag unterschrieben hat.

 

Ob sie den Verlust überwindet?

Ob sie ein Leben lang darüber schweigen muss?

Ob sich nicht auch Wege hätten finden lassen, um das Kind selbst aufzuziehen?

 

Diese Fragen werden leichthin beantwortet, indem man die Mutter für unmoralisch oder unfähig erklärt, zu ihrer Not also noch Verachtung fügt.

 

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Diese Worte haben nichts von ihrer Aktualität verloren.

 

August 2007