Adoption zur Anregung der Hormonproduktion
Forenbeiträge Dezember 2007:
Eingangsbeitrag:
Mittlerweile habe ich schon öfter gehört, dass Adoptivkinder endgültig zur zweiten Wahl werden, wenn das ersehnte leibliche Kind doch noch kommt. Außerdem kursiert in potentiellen (infertilen) Adoptivelternkreisen das Gerücht oder die Annahme, dass durch die Adoption eines Kindes die eigene Hormonproduktion so stark angeregt werden kann, dass eine Schwangerschaft wahrscheinlicher wird.
Antwort einer Adoptivmutter:
Das hat uns unsere 1. Sozialarbeiterin auch mal so gesagt, und ich dachte mir, abwarten. Nun, es passierte nicht, und es war auch gut so. Aber selbst, wenn's passiert, dann hat man ja auch zum 1. (A-)Kind gesagt, und dabei muss man bleiben, egal was kommt. Das Kind ist doch ein Mensch, hat sich umgewöhnt, ist neue Bindungen eingegangen.
Kommentar:
Dass in infertilen Kreisen solche „Rezepte“ kursieren, ist für mich irgendwo noch nachvollziehbar, dass aber Sozialarbeiter sich auch heutzutage nicht entblöden, Adoption als Therapeutikum anzubieten, empfinde ich als Skandal. Das zeigt aber wieder einmal in welch geistigem Klima die offizielle Adoptionsvermittlung gedeiht. Ich kann nur hoffen, dass Eltern, die mit dem Gedanken spielen, ihr Kind adoptieren zu lassen und glauben ihm damit etwas Gutes zu tun, hiervon Kenntnis erhalten.