Adoptionsliteratur

 

 

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Pfaffinger, Monika - Geheime und offene Formen der Adoption
-Wirkungen von Informationen und Kontakt auf das Gleichgewicht im Adoptionsdreieck-

(Züricher Studien zum Privatrecht - Schulthess § - 2007 - ISBN 978-3-7255-5435-5)

Aus Plädoyer: Prävention vor Intervention
... Die Adoption, auch die offene ist ultima ratio (der letzte Weg) und Kind wie leibliche Eltern haben ein fundamentales Recht zusammenzuleben. Dieses Recht zu schützen, ist Pflicht des Staates. Die strukturellen Probleme, die einer Adoption meist innewohnen, wurden aufgezeigt. Mit staatlicher Unterstützung ist alles zu versuchen, leiblichen Eltern – in der Regel leiblichen Müttern, welche sich in einer von Verlassenheit geprägten Situation nicht in der Lage sehen, ihr Kind alleine aufzuziehen – die Hilfe zukommen zu lassen, die es ihnen ermöglicht, ihr Kind zu versorgen. Der Staat hat im Rahmen grundrechtlich geschützter Rechte von Kind und leiblichen Eltern nicht nur unrechtmässige Eingriffe zu unterlassen, ihn trifft auch die positive Pflicht, diese finanziell, sozial und therapeutisch zu unterstützen. Gerade für westliche Industrienationen erscheint es, so BOHMANN für Schweden, widersinnig, dass sich leibliche Mütter gezwungen sehen, ihr Kind zur Adoption wegzugeben.

 

Oehler, Cornelia - Wurzeln für Lisa
(BoD - 2008 - ISBN 978-3-8370-4197-2)

Cornelia Oehlert hat die Geschichte der Claudia am eigenen Leib erlebt. Selbst noch minderjährig, musste sie ihr gerade geborenes Baby zur Adoption freigeben. Sie kennt den Schmerz und die emotionale Last, die eine Herkunftsmutter ihr Leben lang beeinflussen, nur zu genau. Erst annähernd vierzig Jahre später hat sie die Kraft, offen darüber zu reden und zu schreiben. Ihr fesselndes Buch ist ein bewegendes Plädoyer für Toleranz gegenüber Frauen, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, oder sogar dazu genötigt wurden. »Kinder gibt man nicht weg«, lautet das kategorische Urteil der meisten Menschen, wenn sie erfahren, dass eine Mutter ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. Was sie nicht hinterfragen, ist die Geschichte dazu. Oft genug können Mütter darüber gar nicht selbst befinden, denn ›besorgte‹ Familienangehörige nehmen ihnen diese Entscheidung ab. Lisa wurde vor neununddreißig Jahren von ihrer Mutter Claudia zur Adoption freigegeben und erst zweiunddreißig Jahre später wiedergefunden. Selbst Jahre danach kann sich Lisa nicht entschließen, ihre leibliche Mutter zu treffen. Deshalb schreibt ihr Claudia einen Brief, in dem sie ihr die ganze Geschichte erzählt. Und so erfährt nicht nur Lisa, welche schockierenden Lebensumstände zu ihrer Adoption geführt haben ...

 

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Alphabethisches Verzeichnis:

 

Bach, Rolf P. – „Gekaufte Kinder – Babyhandel mit der Dritten Welt“
(rororo 1986 - ISBN 3 499 15737 3)

Kindermangel in der Ersten Welt, Kinderüberschuss in der Dritten Welt; fast zwangsläufig kommt es zu einem massenhaften Kinder-Transfer von Süd nach Nord. Das jahrtausendealte Recht auf Adoption dient dabei als zivilisatorisches Transportvehikel, um die Unmenschlichkeit solcher Aktionen nicht zu offenkundig werden zu lassen. Das Wohl der Kinder, das alle im Munde führen, bleibt auf der Strecke, denn die selbsternannten „Wohltäter“ sind überwiegend kriminelle Geschäftemacher.

 

Bechinger, Walter und Gerber Uwe - "Die vergessene Seite der Adoption"
(Ernst Kaufmann - 1993 - ISBN 3-7806-2339-0)

Erfahrungsberichte und Beiträge zur Situation "Abgebende Mütter - Adoptiveltern". Informationsstellen, Gesprächskreise, Bücher und Schriften für Adoptiveltern und solche, die es werden wollen, bieten sich in großer Zahl an. Nahezu unberücksichtigt oder ganz an den Rand gedrängt bleiben dabei immer noch die Situation der "abgebenden" Mütter/Väter sowie die Auseinandersetzung mit Initiativen zum Thema "Offene Adoption". Erfahrungsberichte betroffener Mütter sowie Kommentare zur Erörterung und Bewertung der Thematik aus der Sicht der Psychologen und der Sozialarbeiter sind in diesem Band zusammengefasst. Das Buch wendet sich als Ratgeber an Betroffene und ist zugleich ein Diskussionsbeitrag zu einem gesellschaftlichen Phänomen, das intensiver Beachtung und Klärung bedarf.

 

Bechinger, Walter und Wacker, Bernd - "Adoption und Schwangerschaftskonflikt"
(Schulz-Kirchner - 1994 - ISBN 3-8248-0106-X)

Wider die einfachen Lösungen - "Abgeben statt abtreiben!" lautet die Mahnung, die "Lebensschützer" immer wieder ins Feld führen, wenn Frauen ihren Abtreibungswunsch mit dem Hinweis begründen, sie fühlten sich der mit der Geburt des Kindes auf sie zukommenden Verantwortung nicht gewachsen. Gerade unter Christen und Christinnen, Katholiken insbesondere, scheint diese Devise viele Anhänger zu haben. Wie aber wird in den Kirchen über Adoption und Schwangerschaftskonflikt wirklich gedacht? Werden ihre ethischen Vorstellungen und ihr Handeln dem hier angezeigten Konflikt gerecht? Das Buch greift diese Themen auf und gibt neben theologischen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Reflexionen auch Praxiserfahrungen breiten Raum. Die Debatte über Adoption/Abtreibung, so wird deutlich, sollte sich für simple Slogans zu schade sein.

 

Bott, Regula - "Adoptierte suchen ihre Herkunft"
(Vandenhoeck & Ruprecht - 1995 - ISBN 3-525-01714-6)

In Deutschland gilt bei Adoptionen das Prinzip des Inkognito. Die Beteiligten - Adoptierte, die abgebende Mutter, die Adoptiveltern - wissen nichts voneinander. Das verstärkt das Tabu. Vielleicht ist auch deshalb so wenig von ihren Gefühlen bekannt, von ihren Bedürfnissen und Forderungen. Das Buch enthält Erfahrungsberichte von Betroffenen und von Fachleuten, um Mut zu machen auf der Suche nach der eigenen Identität.

 

Dettmering, Peter - "Ein leeres Blatt - Geschichte einer Adoption"
(Dietmar Klotz - 2005 - ISBN 3-88074-474-2)

"Meine Kindheit unterschied sich von der anderer Kinder vor allem dadurch, dass ich im Abstand von vier Wochen zweimal Geburtstag hatte. Der eine war im Mai und entsprach dem amtlichen Datum. Der andere war im Juni und wurde regelmäßig im Haus der Großeltern gefeiert, wo aber der wahre Geburtstag nicht erwähnt werden durfte ..."

 

Dettmering, Peter - "Die Adoptionsphantasie - "Adoption" als Fiktion und Realität"
(Königshausen & Neumann - 1994 - ISBN 3-88479-918-5)

(aus dem Vorwort) ... während der Familienroman Siegmund Freuds mit der Vorstellung von sozialem Aufstieg, sozialer Höherstufung arbeitet, kommt der "Adoptionsroman" nicht ohne die ständige im Hintergrund lauernde Gefahr sozialer Erniedrigung, Deklassierung aus. Was die psychopathologische Seite angeht, so war zumindest der eine Teil - der weibliche in der Regel stärker als der männliche - mit dem behaftet, was D.W. Winnicott als "falsches Selbst" beschrieben hat; die Zielvorstellung des Adoptionsromans war dementsprechend, der Struktur des "wahren" Selbst zum Durchbruch zu verhelfen. In den zwölf literarischen Beispielen, die ich in diesem Band zusammengestellt habe, kommt dieses Muster größtenteils sehr deutlich heraus, wird aber natürlich von den stofflichen Gegebenheiten oder dem Stand der Überlieferung im Einzelfall modifiziert... Von der Gegenüberstellung von fiktivem "Adoptionsroman" und realem Adoptionsschicksal - im dritten Teil des Bandes ... - erwarte ich mir neue Einsichten in diese Sonderform menschlicher Entwicklung, mit der sich von psychoanalytischer Seite bisher vor allem Heinz Kohut befasst hat. Diese Einsichten könnten nicht zuletzt der Therapierbarkeit der mit dem Adoptionsstatus einhergehenden seelischen Störungen zugutekommen. In diesem Sinne übergebe ich diese Texte der Öffentlicheit. - Der Verfasser -

 

Ebertz, Beate – "Adoption als Identitätsproblem"
(Lambertus - 1987 - ISBN 3-7841-0345-6)

„Zur Bewältigung der Trennung von biologischer Herkunft und sozialer Zugehörigkeit“
Vorwort: Die Wahl des Gegenstands des vorliegenden Buches, das die leicht veränderte Fassung meiner 1985 an der Universität Konstanz eingereichten psychologischen Diplomarbeit darstellt, wurde angestoßen durch die Konfrontation mit psychischen Problemen einer Klientin, die in deutlichem Zusammenhang mit ihrem Adoptivstatus zu stehen schienen. In der Auseinandersetzung damit kristallisierte sich immer stärker die Frage heraus, wie Adoptierte mit der für sie typischen Trennung von biologischer Herkunft und sozialer Zugehörigkeit umgehen...

 

Josef Faltermeier – „Verwirkte Elternschaft?“
(Votum - 2001 - ISBN 3-933158-59-1)

Fremdunterbringung – Herkunftseltern – Neue Handlungsansätze  
Soziale Arbeit soll lebensweltbezogen, klienten- oder kundenorientiert sein. Wohin die Ansprüche einen führen, wenn man sie ernst nimmt, zeigt Josef Faltermeiers Arbeit über „Herkunftseltern“. In sorgfältiger qualitativer Sozialforschung, über lange biographische Interviews eröffnet er einen Zugang zu den Lebensgeschichten und subjektzentrierten sozialen Welten einer Gruppe von Eltern, vor allem Müttern, die unter dem bürokratischen Begriff „Herkunftseltern“ bislang auch aus dem fachlichen Diskurs eher ausgeblendet worden sind. Er führt die LeserInnen an belastende Lebensgeschichten heran, an die dramatischen, tragischen Prozesse, die zur Inpflegegabe von Kindern führen; er macht deutlich, welche Erfahrungen die Eltern mit Helfern, so dem Jugendamt und seinen Fachkräften gemacht haben – Erfahrungen, welche den Selbstdeutungen der HelferInnen oft kräftig entgegenstehen. Eindrücklich ist der Nachweis, dass und wie Frauen auch in widrigsten Umständen versuchen, ihren Kindern aus ihrer Sicht gerecht zu werden. Das Buch gibt so vielfältige, sehr konkrete Einblicke in fremde Wirklichkeiten; es zeigt sozialwissenschaftlich Prozessverläufe und deren Kontexte auf, die empirisch gesättigte theoretische Einsichten erlauben, und: es führt exemplarisch vor, durch welche Anstrengungen methodisch angeleiteten Forschens es Fachkräften möglich wird, die Grenzen des eigenen Vorhabens zu erweitern. (Prof Dr. Werner Schefold, München)
 

 

Guderian, Claudia – „Wo komm ich eigentlich her?“
(Herder - 1994 - ISBN 3-451-23523-4)

Eine Adoptierte auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln – Nachwort von Christine Swientek - Wer bin ich? Wo komm ich eigentlich her? – Jedes Kind stößt irgendwann, ob früher oder später, auf diese Fragen. Als Claudia sie stellt, weil sie sich endlich von rätselhaften Unsicherheiten und quälenden Ahnungen befreien will, löst sie damit eine Lawine aus. Es lässt sich nicht mehr verheimlichen: Claudia ist adoptiert. Eine junge Frau findet auf der spannenden Suche die Wahrheit – und vor allem: sich selbst.
 

 

Harms, Edda / Strehlow Barbara – „Adoptivkind – Traumkind in der Realität“
(Schulz-Kirchner - 2004 - ISBN 3-8248-0165-5)

Psychoanalytische Einblicke in die Probleme von adoptierten Kindern und ihren Familien. Adoptierte Kinder sind zumeist in besonderer Weise Wunschkinder, erträumte und herbeigesehnte Kinder von Eltern, die auf natürliche Weise keine Kinder bekommen können. Dabei sind gerade die Probleme dieser Familien nicht geringer, sondern eher größer als in so genannten Normalfamilien, wie die überdurchschnittliche Zahl der psychotherapeutischen Behandlungen von Adoptivkindern zeigt. Hilfe kann ihnen nur angeboten werden, wenn die inneren Gründe und Gesetzmäßigkeiten ihrer Situation erkannt werden. Das Buch enthält eine sorgfältige Auswahl von psychoanalytischen Arbeiten, die Einblick gewähren in die verborgenen Fantasien und Ängste dieser Kinder und Erwachsenen.

 

Kowalczyk, Charly - "Immerhin hatte ich Eltern"
(Schulz-Kirchner - 1998 - ISBN 3-8248-0350-X)

ist ein Buch, das Schicksale von inzwischen erwachsen gewordenen Adoptiv- und Pflegekindern sammelt. Die Geschichten sind vielseitig, grausam, schön, ins Herz treffend. Sie sind auch ein Stück Zeitgeschichte. Für fast alle Adoptiv- und Pflegeeltern war es schwierig, mit der Herkunft der Kinder zurechtzukommen. Das Verschweigen oder die Verteufelung der leiblichen Eltern hinterlassen Spuren im Leben der Kinder. Dieses Buch kann einen Beitrag dazu leisten, Probleme von Adoptiv- und Pflegekindern besser zu verstehen.

 

Kowalczyk, Charly – „Mama und Papa sind meine richtigen Eltern“
(Schulz-Kirchner - 2000/2003 - ISBN 3-8248-0300-3)

14 Pflege- und Adoptivkinder erzählen ihre Geschichte. Mit Mut berichten sie von ihren Erlebnissen, die manchmal dramatisch und traurig, manchmal heiter und spannend sind. Viele sind zerrissen von den Gefühlen, die sie ihren „doppelten Eltern“ entgegenbringen. Manche sehnen sich nach einem Kontakt zu ihren leiblichen Eltern, andere brechen die Beziehung zu ihnen ab oder wollen sie erst gar nicht aufnehmen. Manche müssen sich auch aus ihrer Pflegefamilie befreien. Jeder der 14 Geschichten ist einzigartig, aber alle zeigen, dass Kinder auch in scheinbar aussichtslosen Situationen nicht verloren sind. Das Buch möchte Adoptiv- und Pflegeeltern auffordern, ihren Kindern zuzuhören. Es soll Kindern und Jugendlichen Mut machen, ihre Geschichte zu erzählen.
 

 

Krolzik, Volker – „Pflegekinder und Adoptivkinder im Focus“
(Schulz-Kirchner - 2000 - ISBN 3-8248-0303-8)

Der dritte Band der „Wittlaerer Reihe“ wendet sich an Pflege- und Adoptiveltern, Fachkräfte in Pflegekinder- und Adoptionsdiensten freier und öffentlicher Träger, Studierende und Lehrende der Sozialen Arbeit und der Psychologie. Er bringt Beiträge renommierter Autorinnen und Autoren zu verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens mit Kindern und Jugendlichen, die von ihrer bisherigen Lebensgeschichte belastet sind.
In den vier Hauptkategorien
-                     Familienpflege als Hilfe zur Erziehung
-                     Elternschaft und Familie
-                     Adoption: Annahme des eigenen Schicksals
-                     Medizinische Aspekte der Pflege- und Adoptionsvermittlung
werden insgesamt zwölf Beiträge veröffentlicht, die allesamt die betroffenen Kinder und ihr Wohl in den Mittelpunkt stellen.

 

Lifton, Betty Jean – „Adoption“
(Klett-Cotta - 1982 - ISBN 3-12-935030-6)

„Woher komme ich? – Wer sind meine Eltern?“
Das sind die Fragen, die sich jedem Adoptierten aufdrängen, und es sind auch die Fragen, aus denen die Probleme seiner Adoptiveltern und seiner natürlichen Eltern entstehen. Betty Jean Lifton gibt Antworten und begründet sie mit den Erfahrungen, die sie aus ihrem eigenen Schicksal und den Schicksalen vieler anderer Adoptierter gewonnen hat. Ihr Buch ist eine Hilfe für alle die Wege aus dieser Not suchen.

 

Lifton, Betty Jean – „Zweimal geboren“
(Klett-Cotta - 1986 - ISBN 3-12-935040-3)

Betty Jean Lifton ist eine Adoptivtochter, die sich dazu entschloss, ihre biologischen Eltern wiederzufinden. Sie erzählt die spannende Geschichte ihrer Suche und schildert, was sie empfand, als sie ihr Ziel erreicht hatte. Ihr Buch ist zu einer Art Bibel geworden für viele Adoptierte, die nach ihren verborgenen Ursprüngen suchen.

 

Napp-Peters, Anneke - "Adoption - Das alleinstehende Kind und seine Familien"
(Luchterhand - 1978 - ISBN 3-472-58039-9)

Kaum ein anderes Praxisfeld der Sozialarbeit lenkte in den letzten Jahren soviel Aufmerksamkeit auf sich wie das der Adoption. 1977 trat das neue Adoptionsrecht in Kraft, das die volle rechtliche Gleichstellung von adoptierten und natürlichen Kindern brachte. In diesem Buch wird dargestellt, wie sich die Adoption von einem zahlenmäßig relativ unbedeutenden Rechtsinstitut privater Erbengewinnung zu einer anerkannten Einrichtung der Ersatzerziehung entwickelt hat. Dabei werden die historischen Muster herausgearbeitet, die öffentliche Armenpflege und freie Wohlfahrtsvereine im Umgang mit der alleinstehenden Mutter und ihrem Kind entwickelt haben und die über lange Zeit fast unverändert geblieben sind. Den zweiten Teil bildet die Analyse der heutigen Vermittlungspraxis, in die sowohl die Vermittlungsstellen als auch die betroffenen Klientengruppen einbezogen werden. Es wird deutlich, welche Vorplazierungserfahrungen und Vermittlungschancen die Kinder haben, was ihre Eltern dazu bewogen hat, sie zur Adoption freizugeben, und wer die Adoptiveltern sind, bei denen sie Aufnahme gefunden haben. Dabei werden auch die beruflichen Ansprüche der Sozialarbeiter der Adoptionsvermittlung kritisch an der Realität gemessen.

 

Paulitz, Harald – „Offene Adoption – ein Plädoyer“
(Lambertus - 1997 - ISBN 3-7841-0977-2)

Offene Adoption - was ist das? Im Gegensatz zur noch vorherrschenden Inkognito-Adoption kennen sich leibliche Eltern und Adoptiveltern. Sie tauschen Informationen, Briefe und Fotos aus, haben vielleicht auch persönlichen Kontakt. Die teils schwerwiegenden Folgen der Inkognito-Adoption sind in der breiten Öffentlichkeit weithin unbekannt. Sie reichen von Identitätsproblemen über psychosomatische Beschwerden bis hin zu Suizidversuchen. Obwohl bereits zwei Drittel der SozialarbeiterInnen in der Adoptionsvermittlung die offene Adoption befürworten und auch in Politik und Wissenschaft die inhumanen Aspekte der Inkognito-Adoption zunehmend erkannt werden, wird jedoch nur ein knappes Drittel der Adoption offen durchgeführt. Dieses Buch führt den Widerspruch des Inkognito-Systems zum Streben nach Transparenz, Kooperation und Partizipation in der modernen Gesellschaft vor Augen. Gleichzeitig beschreibt es sehr anschaulich und sensibel die Chancen und Vorteile der offenen Adoption: Hier soll niemand benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Zahlreiche Beispiele belegen dies auf anschauliche Weise und machen Mut, der offenen Adoption zum Durchbruch zu verhelfen.Harald Paulitz, Dipl.-Sozialpädagoge, leitet die Zentrale Adoptionsstelle des Landeswohlfahrtsverbandes Baden - Landesjugendamt -, Karlsruhe.

 

Paulitz, Harald – „Adoption – Positionen – Impulse - Perspektiven“
(C.H. Beck - 2000 - ISBN 3-406-36884-5)

Die Kinderadoption ist unverändert Thema, welches im Brennpunkt der Diskussion von Sozialwissenschaftlern, Adoptionsfachkräften und Familienrechtlern steht. In fast allen Industrienationen übersteigt die Zahl der adoptionswilligen Paare die der adoptionsfähigen Kinder um ein Vielfaches. Neben den seit langer Zeit diskutierten Aspekten, etwa des Adoptionshöchstalters oder der Probleme bei der Adoption von Kindern aus Entwicklungsländern, sind in den letzten Jahren auch neue Fragen in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt, so z.B. die Ansprüche adoptierter Kinder auf Benennung ihrer leiblichen Eltern.

Aus dem Inhalt:
- gesetzlicher Auftrag der Adoptionsvermittlung
- Adoptionsverfahren als Verwaltungsverfahren
- Adoptionsverfahren und Hilfeplanungsverfahren
- Stiefeltern- und Verwandtenadoption aus rechtlicher und psycholzozialer Sicht
- unfreiwillige Kinderlosigkeit – die Problematik aus medizinischer und psychologischer Sicht
- Scheitern von Adoptiv- und Pflegeverhältnissen
- internationale Adoptionen
- das Adoptionsviereck: Biologische Eltern, Adoptivkind, Adoptiveltern, Adoptionsfachkraft


Sorosky, Arthur D. / Baran, Annette / Pannor, Reuben
"Adoption - Zueinander kommen - miteinander leben - Eltern und Kinder erzählen
"
(rororo - 1982 - ISBN 3 499 17483 9)

In der BRD werden jährlich ca. 8.000 Adoptionen vermittelt. Demgegenüber stehen ca. 13.000 Paare, die auf ein Kind warten. Immer noch möchten die meisten Paare einen Säugling adoptieren; sie möchten sozusagen von Anfang an "seine" Eltern sein. Adoption ist ein lebenslanger Prozess - für die leiblichen und die Adoptiveltern ebenso wie für die betroffenen Kinder; ein Prozess, der auch mit Fragen und Ängsten belastet ist.
-Wird mein Kind mir verzeihen, dass ich es weggeben habe?
-Wird mein Kind mich noch lieben, wenn es erfährt, dass ich es nicht geboren habe?
-Wie sieht meine "richtige" Mutter aus? Habe ich noch Geschwister? Wem bin ich ähnlich?
Die Autoren halten es für vollkommen falsch, ja gefährlich für die psychische Stabilität der Eltern und der Kinder, aus der natürlichen Abstammung ein Geheimnis zu machen. Die in diesem Buch in reichem Maße zitierten Briefe und Gespräche geben ihnen recht: Sie erzählen von hartnäckiger Suche, von bewegenden Begegnungen, von einer reicheren Beziehung zu den Adoptiveltern, von neuer Zuneigung, von verlorenen Ängsten und erfüllten Sehnsüchten.

 

Schreiner, Haro – „Adoption – warum nicht offen?“
(Schulz-Kirchner - 1993 - ISBN 3-8248-0075-6)

Offene Adoption heißt, die Geburtsmutter sucht zusammen mit dem Jugendamt die Adoptiveltern aus und verbleibt im Kontakt mit der Adoptivfamilie – nicht als Mutter sondern als gute Bekannte. Erbrechtorientierung, biologisches Familienmodell und die „Machtergreifung der Experten SozialarbeiterInnen“ führten zur heutigen Praxis der Inkognitoadoption – d.h. das Kind verschwindet im „schwarzen Loch“.

 


Sieber, Ursel / Stamer, Sabine – „Rabenmütter?“
(Fischer - 1996 - ISBN 3-596-12415-8)

Frauen geben ihr Kind zur Adoption frei. Welche Lebenssituation, welche Gründe bringen sie dazu? Fast alle Mütter zweifeln ein Leben lang an ihrer Entscheidung und leiden darunter, doch auf Mitgefühl und Verständnis können sie nicht bauen. Selbst Freunde und Verwandte wenden sich vorwurfsvoll ab von der „herzlosen Rabenmutter“. Mütter, die ihr Kind weggegeben haben, erklären, wie sie mit dem folgenreichsten Entschluß ihres Lebens fertig werden. Adoptivkinder und Adoptiveltern antworten aus ihrer Sicht.

 

Smentek, Günter – „Die leiblichen Eltern im Adoptionsprozess“
(Schulz-Kirchner - 1998 - ISBN 978-382 4801688)

Neue Wege in der Adoptionsvermittlungspraxis – gegenseitiger Respekt, Achtung und mehr Offenheit zwischen Adoptiv- und leiblichen Eltern. Die Besonderheit dieses Buches besteht darin, das Thema „Adoption“ aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Ja nach Standort und Rolle der Beteiligten wird der Adoptionsprozess anders erlebt. Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstellen unternehmen den Versuch, die Beweggründe der Mütter/Eltern, die ihr Kind zur Adoption gegeben haben, zu benennen und die „seelische Not“, die damit verbunden ist, zu beschreiben. Betroffene Eltern schildern, wie sie die Abgabe des Kindes erlebt haben. Engagierte Vertreter und Vertreterinnen von Interessenverbänden beschreiben ihre Sicht des Adoptionsprozesses.

 

Swientek, Christine – „Ich habe mein Kind fortgegeben“
(rororo - 1982 - ISBN 3 499 15119 7)

Tausende von Elternpaaren wünschen sich ein Adoptivkind, warten darauf, dass eine Frau so sehr in Not gerät, dass sie ihr Kind fort geben muss. Vermittlungsstellen bemühen sich, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Das Wohl der leiblichen Mutter spielt dabei nur eine Rolle, bis sie das Kind abgeliefert, den Vertrag unterschrieben hat. Ob sie den Verlust überwindet? Ob sie ein Leben lang darüber schweigen muss? Ob sich nicht auch Wege hätten finden lassen, um das Kind selbst aufzuziehen? Diese Fragen werden leichthin beantwortet, indem man die Mutter für unmoralisch oder unfähig erklärt, zu ihrer Not also noch Verachtung fügt. Die Frauen können sich nicht wehren. Und ihre Kinder? Die meisten wissen nicht viel über ihre Mütter, über deren Zwangslage, ihren Verzicht, ihr Bedauern oder Vergessen. Christine Swientek, Sozialarbeiterin und Diplom-Pädagogin, hat nach mehrjähriger Arbeit in einer Adoptionsvermittlungsstelle ihre Erfahrungen, ihre Kritik und ihre Gespräche mit abgebenden Müttern aufgezeichnet.
(Anmerkung: Dieses Buch ist nur noch im Antiquariat erhältlich.)

 

Swientek, Christine – „Die „abgebende Mutter“ im Adoptionsverfahren“
(B. Kleine - 1986 - ISBN 3-88302-098-2)

Theorie und Praxis der Frauenforschung. Eine Untersuchung zu den sozioökonomischen Bedingungen der Adoptionsfreigabe, zum Vermittlungsprozess und den psychosozialen Verarbeitungsstrategien.
„Nach der Adoption ist alles vorbei. Alles in Körper und Seele schreit nach dem Kind – Adoption ist Amputation!
(Anmerkung: Dieses Buch ist nur noch im Antiquariat erhältlich.)

 

Swientek, Christine – „Adoptierte auf der Suche …“
(Herder - 2001 - ISBN 3-451-05199-0)

Was passiert, wenn Adoptivkinder ihre leiblichen Eltern suchen? Wie können Adoptiveltern dazu beitragen, damit ihre geliebten Kinder sich ihrer Herkunft vergewissern und sich produktiv mit ihrer besonderen Geschichte auseinandersetzen können? Was ist bei Auslandsadoptionen zu beachten? Christine Swientek hat über lange Jahre sowohl Adoptierte wie Adoptiveltern und auch die abgebenden Mütter betreut: Sie nimmt die Gefühle aller Betroffenen ernst – und plädiert für Offenheit, von Anfang an.

 

Ulrich, Holde-Barbara – „Schattenmütter“
(Karl Dietz - 2004 - 3-320-02049-8)

Hanna, Irene, Nicole, Larissa, Doris, Inge … sie alle haben ihre Kinder zur Adoption gegeben. Als sie es taten, waren sie in größter Not. Noch viele Jahre danach quälten sie sich mit Selbstanklagen und der tiefen Sehnsucht nach den „verschollenen“ Kindern. Einigen gelang es, sie wiederzufinden. Andere hatten das große Glück, von ihnen gesucht und gefunden zu werden. Zwölf intime Porträts über Mütter, Töchter, Söhne. Und über neu gewonnene Eltern.

 

Wendels, Claudia – „Mütter ohne Kinder“
(Lambertus - 1998 - ISBN 3-7841-1042-8)

Wie Frauen die Adoptionsfreigabe erleben. 
Während Adoptiveltern und Adoptivkinder in den letzten Jahren verstärkt an die Öffentlichkeit getreten sind, verharren Mütter, die ihre Kinder zur Adoption freigegeben haben, weiterhin in der Anonymität. Wenn sich solche Frauen zu Wort melden, müssen sie noch immer Anfeindungen befürchten. Gelten sie doch vielfach als Rabenmütter, die ihr Kind im Stich gelassen haben, um ein unbeschwertes Leben führen zu können. - Wer bringt schon Verständnis auf für eine Mutter, die ihr Kind weggibt und später darüber klagt, dass sie es vermisst? In diesem Buch gibt Claudia Wendels diesen Frauen erstmals Gelegenheit, offen über ihre Motive und Empfindungen zu sprechen. Sie zeigt, wie wir ihre Sorgen und Nöte besser verstehen können, wenn wir ihre Reaktion als Trauer um ihr abgegebenes Kind begreifen. Darüber hinaus gibt das Buch wertvolle Hinweise dazu, wie solchen Müttern effektiver geholfen werden kann.

 

Wiemann, Irmela – „Ratgeber Adoptivkinder“
(rororo - 2004 - ISBN 3 499 19569 0)

Adoptivkinder brauchen besonders viel Verständnis und Hilfe bei der Bewältigung ihrer besonderen Lebenssituation. Dieses Buch gibt Orientierung für alle, die planen oder sich wünschen, ein Kind anzunehmen. Es gibt Impulse, Anregungen und Hilfen für das adoptierte Kind und für alle, die mit Adoption zu tun haben: Adoptiveltern, abgebende Eltern, Großeltern, Verwandte und Nachbarn. Ebenso wichtig ist das Thema für Jugendämter, Rechtspflege, Gerichte, Schule und Kindergarten. Dieses Buch macht allen am Adoptionssystem beteiligten Menschen Mut, den Adoptionsprozess bewusst und dem Kind gegenüber ehrlich und konstruktiv zu gestalten.

 

Wiemann, Irmela - "Wieviel Wahrheit braucht mein Kind?"
(rororo - 2001 ISBN 978 3 499 60956 5)

Kleine Unwahrheiten kommen uns unseren Kindern gegenüber einfach über die Lippen, große seelische Lasten halten wir von ihnen fern. Ob und wie Kinder später Wahrheiten verkraften, hängt davon ab, wie die beteiligten Erwachsenen selbst damit umgehen. Dieses Buch ist ein Plädoyer und Ratgeber, aufrichtig und eindeutig zu sein.